Gaspreisentwicklung

Gaspreisentwicklung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23.06.2022 die Alarmstufe des Notfallplans in Deutschland ausgerufen (FAQ des BMWK zum Notfallplan Gas). Die Alarmstufe folgt auf die am 30.03.2022 ausgerufene Frühwarnstufe.

Die Website der Bundesnetzagentur informiert über die aktuelle Situation der Gasversorgung in Deutschland. Dazu gehören aktuelle Angaben zur Gasproduktion und zum Gasverbrauch sowie Informationen über eventuelle Unterbrechungen der Gasversorgung. Die Website enthält auch Ratschläge, wie man Gas sparen und sich auf eine mögliche Gasknappheit vorbereiten kann. Darüber hinaus enthält die Website eine Deutschlandkarte, auf der die Lage der Gasleitungen und -speicher verzeichnet ist. Diese Informationen sind für alle, die Gas zu Hause oder in ihrem Unternehmen verwenden, von wesentlicher Bedeutung und können dazu beitragen, Fehlinformationen und Falschmeldungen zu vermeiden.

Diagramm zur aktuellen Gaspreisentwicklung der Bundesnetzagentur

Diagramm zur aktuellen Gaspreisentwicklung der Bundesnetzagentur
© Bundesnetzagentur - 2022

Entwicklung und Entstehung der Gaspreise

Erdgas ist ein endlicher Rohstoff, das heißt, dass er mit voranschreitender Zeit immer knapper wird. Die Verknappung führt in der Marktwirtschaft zwangsweise zu höheren Preise, da die Nachfrage gleich bleibt, wenn nicht sogar höher wird, und das Angebot stetig sinkt. Da der Gaspreis zusätzlich vom Ölpreis abhängig ist, der sogar noch schneller steigt, steigt der Gaspreis zunehmend an. Neusten Erkenntnissen zufolge entkoppelt sich der Ölpreis indes vom Gaspreis sukzessive und wirkt somit nicht mehr wie zuvor auf den Gaspreis ein. Trotz des positiven Resultats schreitet die Verknappung voran und das Gasvorkommen verringert sich.

Ein weiterer Indikator ist die vermeintliche oligopole Stellung der großen Energiekonzerne. Die Regulierung dieses Bereichs der Wirtschaft durch den Staat gelingt unterdessen nur zum großen Teil erfolgreich, da Pläne zur Entschärfung dieser Stellung vom Kartellamt publiziert und ausgeführt worden sind. Ferner ist der Faktor der nicht vorhandene Autarkie bezüglich des Gases signifikant, da infolgedessen Unmengen an Gas importiert werden müssen, was eine Koppelung der Preise an die Importländer nach sich zieht. Diese Kopplung kann rückwirkend auf Deutschland dazu führen, dass schlagartig die Preise nach oben schnellen, da die Exporte eines Landes nach Deutschlands eingestellt werden. Im Moment ist dies aber eher unwahrscheinlich.

Des Weiteren wirken die Finanzkrise und die Erschließung neuer Erdgasfelder einem zu exorbitant steigenden Gaspreis entgegen. Die Verhinderung kann durch diesen Faktor jedoch nicht herbeigeführt werden.

Millionen Haushalte in Deutschland werden sich in den kommenden Jahren darauf einstellen müssen, deutlich mehr für Gas zu zahlen, denn im Januar 2021 tritt eine höhere CO2-Umlage in Kraft. Auch die Netzentgelte steigen vielerorts. Was das für die Einwohner der 25 größten deutschen Städte bedeutet, hat eine Studie errechnet.

Höhere Netzentgelte und CO2-Abgabe in Deutschland ab 2021

In den kommenden Jahren sind deutlich steigende Gaspreise zu erwarten. Schon 2021 sollten nach neuesten Berechnungen, basierend auf vorläufigen Veröffentlichungen der Gasanbieter in Deutschland, die Netzentgelte 2021 im bundesweiten Durchschnitt um zwei Prozent steigen.

Aber während es ziemlich typisch ist, dass sich die Netzentgelte zu Beginn eines neuen Jahres verschieben, wurde der überdurchschnittliche Anstieg der Gaspreise im Jahr 2021 durch die Einführung einer neuen CO2-Abgabe getrieben, die eine der Eckpfeiler der Klimapaket der Bundesregierung ist.

Das neue Gesetz schreibt vor, dass ab dem 1. Januar 2021 alle Unternehmen, die Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas vermarkten, für das in Verkehr gebrachte Gas sogenannte "Verschmutzungsrechte" erwerben müssen – 25 Euro für jede Tonne klimaschädliches CO2.

Das bedeutet laut Umweltministerium, dass Erdgas pro Kilowattstunde zusätzlich um 0,6 Cent teurer wird. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh kann ungefähr mit zusätzlichen 108 Euro pro Jahr gerechnet werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden diese zusätzlichen Kosten direkt an die Kunden weitergegeben.

Wie stark stiegen die Gaspreise in Deutschen Städten im Jahr 2021?

Anhand der Daten der Netzanbieter kann ungefähr berechnet werden, welche Großstädte am stärksten von den Veränderungen betroffen sein werden – und welche besser abschneiden als andere.

Im niedersächsischen Braunschweig zum Beispiel stiegen die Netzentgelte 2021 um fast neun Prozent. Im nordrhein-westfälischen Bielefeld hingegen sanken sie hingegen um fünf Prozent – ​​dennoch müssen die Bewohner wegen der CO2-Abgabe mit deutlichen Anstiegen ihrer Rechnungen rechnen.

Laut Hochrechnungen und Voraussagen werden die Gasrechnungen in den 25 größten Städten Deutschlands im Jahr 2021 höchstwahrscheinlich um folgende Beträge steigen:

Braunschweig (Jahresgasrechnung um 150 Euro gegenüber 2021 gestiegen)

Berlin (+133 Euro)

Stuttgart (+119 Euro)

Dresden (+118 Euro)

Münster (+118 Euro)

Augsburg (+114 Euro)

Duisburg (+111 Euro)

Hannover (+110 Euro)

Düsseldorf (+109 Euro)

Karlsruhe (+109 Euro)

Nürnberg (+107 Euro)

Essen (+106 Euro)

Wuppertal (+106 Euro)

Frankfurt (+104 Euro)

Köln (+103 Euro)

Dortmund (+102 Euro)

Hamburg (+100 Euro)

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