Gasverbrauch durch Heizungs-Check reduzieren

Gasverbrauch durch Heizungs-Check reduzieren

Selbst im Hochsommer haben viele Bürger aktuell Angst vor dem nahenden Winter. Die Strom- und Brennstoffkosten steigen, und Gas wird immer schwieriger zu bekommen. Viele Hausbesitzer würden jetzt gerne ihre Heizungsanlage aufrüsten, aber es gibt einfach nicht genug Material und Arbeitskräfte. Wartezeiten von bis zu zwölf Monaten auf neue Heizungen oder Ersatzteile sind leider keine Seltenheit mehr.

Dabei sind viele Heizungsanlagen ineffizient. Deshalb sollten Gasverbraucher ihre Anlagen so schnell wie möglich von einem Fachmann überprüfen lassen. Professionelle Betriebe sind meist bis ins neue Jahr voll ausgelastet, aber auch kleine Anstrengungen können Ihnen helfen, noch vor dem Winter Energie zu sparen. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, was Sie bei sich zu Hause tun können, um Gas zu sparen.

Heizungs-Checks speziell für Gasheizungen lohnen sich

Heizungs-Checks speziell für Gasheizungen lohnen sich

Ineffizienzen sind allen Systemen eigen, aber es gibt immer Verbesserungspotenzial. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie behauptet, dass mehr als die Hälfte der Heizungsanlagen nicht so effizient arbeiten, wie sie sein könnten. Vor allem bei älteren Anlagen ist dieses Problem weit verbreitet. Der Gesetzgeber drängt deshalb darauf, dass in Zukunft Heizungs-Checks speziell für Gasheizungen vorgeschrieben werden.

Obwohl der Check erst zum Ende der Heizperiode 2023/2024 vorgelegt werden muss, sollten Eigentümer und Mieter noch vor dem Winter ihre Heizungsanlage auf Einsparungen überprüfen lassen oder Energiesparmaßnahmen ergreifen.

Wie viel kostet ein Heizungs-Check bei einer Gasheizung?

Für einen Heizungs-Check müssen Vermieter mit Kosten zwischen 100 und 150 Euro rechnen. Bei vielen Heizungsanlagen dürfte sich der Aufwand lohnen. Die Fachbetriebe prüfen, ob die Heizung richtig eingestellt ist, sie reinigen Brenner und Kessel. Heizkessel können überdimensioniert sein, Thermostatventile zu alt, Heizungspumpen ungeregelt - all das kann zu unnötigem Mehrverbrauch von Gas führen.

Neben dem Heizungs-Check bekommen Vermieter und Hausbesitzer auch Vorschläge, welche Teile Ihrer Anlage eventuell ausgetauscht werden müssen - eine Investition, die sich schnell bezahlt macht.

Ältere Anlagen verbrauchen bis zu 30 % mehr als moderne Zentralheizungen.

Einfache Methoden um selbst Gas zu sparen

Auf ihren Websites geben Verbraucherzentralen Ratschläge, wie man mit einfachen Mitteln Gas oder Öl sparen kann. Nehmen Sie die Raumtemperatur: Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Energie. Allerdings müssen die Thermostate richtig eingestellt sein. Das lässt sich am besten überprüfen, indem man die Temperatur in jedem Raum mit einem Thermometer misst.

Sie können selbst einige einfache Maßnahmen ergreifen, um Gas und Geld zu sparen, z. B. Heizungsanlagen entlüften, Heizkörpernischen und Heizungsrohre isolieren, Fenster, Türen und Rollläden abdichten oder Umwälzpumpen abschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Denken Sie auch daran, die Heizung herunterzudrehen, wenn Sie abwesend sind.

Die einfachste Lösung ist, die Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Möbel zu verdecken. Damit die erwärmte Luft ungehindert durch die Wohnräume strömen kann, muss sie dies tun können. Auch das Lüften kann Ihnen helfen, Geld zu sparen. Die Fenster sollten nicht ständig geöffnet sein, sondern es sollte eine Stoßlüftung anstelle einer Kipplüftung durchgeführt werden.

Die Steuerung der Heizung auf Ihre Lebenssituation abstimmen und bis zu 15% Gas sparen

Energiesparen beginnt mit einer auf das Gebäude und die Bewohner abgestimmten Steuerung. Nach Angaben der Verbraucherzentralen können Sie allein durch diese Änderungen den Energieverbrauch um bis zu 15 % senken. Doch damit nicht genug: Durch die Investition in Zeitsteuerungen kann die Heizung auch in den Zeiten reguliert werden, in denen niemand zu Hause ist, z. B. nachts oder an Wochenenden.

Der Austausch der Heizungspumpe ist oft eine sinnvolle Investition, da sie nicht nur Stromkosten spart, sondern auch vom Staat bezuschusst werden kann. Innerhalb weniger Jahre werden die Einsparungen durch den Einsatz einer modernen Hocheffizienzpumpe die Anfangsinvestition amortisiert haben.

17 Wochen Wartezeit bei Heizungsfachbetrieben

Wenn Sie einen Heizungsfachbetrieb mit der Überprüfung Ihrer Anlage beauftragen, müssen Sie sich aktuell auf lange Wartezeiten einstellen. Bei 14 Millionen Gas- und mehr als 5 Millionen Ölheizungen, die in Betrieb sind, erfordert eine Kontrollstunde 20 Millionen Arbeitsstunden. Das ist die Folge: Im Durchschnitt beträgt die Wartezeit 17 Wochen - fast bis Januar. Manche Kunden fühlen sich durch die lange Wartezeit auf einen Termin nicht respektiert.

Für die Heizungsbauer ist es deshalb wichtig, dass der Druck der Regierung in die richtige Richtung gelenkt wird, d.h. die Mittel sollten auf Gaseinsparungen und nicht auf den langfristig notwendigen Austausch von Heizungsanlagen konzentriert werden. Andernfalls werden die Heizungsunternehmen doppelt belastet und die Kunden müssen noch länger warten. Die Regierung verlangt aus Sicht der Heizungsbauer aktuell zu viel, wenn sie Energiesparmaßnahmen und Klimaschutz auf einmal umsetzen lassen will.

Tipp: Beratung vom Schornsteinfeger

Ein Routine-Termin beim Schornsteinfeger kann Ihnen neben Glück eventuell auch eine schnellere Beratung bringen. Neben dem Heizungs-Check bieten diese Experten geballtes Wissen, das im Vergleich zur Beauftragung einer Fachfirma relativ günstig ist.

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